Wie man ein Hub-and-Spoke-System für GEO richtig aufbaut

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Hub-and-Spoke-System ordnet Inhalte thematisch und semantisch.
- Ein zentraler Hub-Artikel erklärt das Hauptthema, während mehrere Spoke-Artikel einzelne Aspekte vertiefen.
- ür GEO ist dieses Modell besonders wirkungsvoll, da es KI-Systemen hilft, Themenautorität, Zusammenhänge und Expertise klar zu erkennen.
Einführung
Viele Websites veröffentlichen Inhalte ohne klare Struktur. Einzelne Artikel stehen isoliert nebeneinander, ohne erkennbare thematische Ordnung. Für Menschen ist das oft noch verständlich – für KI-Systeme jedoch nicht.
Generative Suchsysteme wie Google AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity bewerten Inhalte nicht isoliert, sondern im Kontext einer gesamten Website. Sie suchen nach klaren Themenclustern, konsistenten Begriffen und logisch aufgebauten Wissensstrukturen.
Genau hier setzt das Hub-and-Spoke-Modell an.
Was ist ein Hub-and-Spoke-System?
Ein Hub-and-Spoke-System besteht aus:
- einem zentralen Hub-Artikel, der ein Thema umfassend erklärt
- mehreren Spoke-Artikeln, die einzelne Teilaspekte vertiefen
- klarer interner Verlinkung zwischen Hub und Spokes
Der Hub fungiert als thematisches Fundament, während die Spokes spezifisches Fachwissen liefern. Für KI-Systeme entsteht so ein klar erkennbares Wissensnetzwerk.
Warum Hub-and-Spoke für GEO so wirkungsvoll ist
KI-Systeme bewerten Inhalte auf Basis von Themenautorität. Diese entsteht nicht durch einzelne starke Artikel, sondern durch thematische Tiefe und Wiederholung in unterschiedlichen Kontexten.
Ein Hub-and-Spoke-System liefert genau das:
- klare thematische Abgrenzung
- konsistente Entitäten
- wiederkehrende Fachbegriffe
- logisch verknüpfte Inhalte
Dadurch sinkt das Interpretationsrisiko für KI – und die Wahrscheinlichkeit steigt, als Quelle genutzt zu werden.
Mehr zur Funktionsweise von KI-Systemen findest du hier:
Einzelartikel vs. Hub-and-Spoke-System
| Aspekt | Einzelne Artikel | Hub-and-Spoke |
|---|---|---|
| Themenklarheit | Gering | Hoch |
| Entitätskonsistenz | Oft uneinheitlich | Stabil |
| KI-Verständnis | Erschwert | Deutlich verbessert |
| Interne Verlinkung | Zufällig | Systematisch |
| GEO-Wirkung | Begrenzt | Sehr hoch |
Wie man ein Hub-and-Spoke-System plant
Ein gutes Hub-and-Spoke-System beginnt nicht mit Schreiben, sondern mit Planung. Zuerst wird das zentrale Thema festgelegt – möglichst klar und eindeutig. Danach werden die wichtigsten Unterthemen definiert, die jeweils einen eigenen Spoke-Artikel erhalten.
Wichtig ist, dass:
- jeder Spoke ein klar abgegrenztes Thema behandelt
- sich Spokes nicht gegenseitig überschneiden
- alle Spokes auf den Hub verlinken
- der Hub auf alle Spokes zurückverweist
So entsteht ein in sich geschlossenes System.
Typische Fehler beim Aufbau von Hub-and-Spoke
Viele Hub-and-Spoke-Systeme scheitern nicht am grundsätzlichen Konzept, sondern an der praktischen Umsetzung. Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viele Spoke-Artikel zu erstellen, ohne diese thematisch klar voneinander abzugrenzen. Wenn einzelne Spokes ähnliche Inhalte behandeln oder sich überschneiden, verlieren KI-Systeme den Überblick über den thematischen Fokus. Ebenso problematisch ist eine fehlende oder inkonsistente interne Verlinkung, bei der entweder der Bezug zum Hub fehlt oder Spokes nur unregelmäßig miteinander verbunden sind.
Auch mehrere konkurrierende Hub-Seiten zu demselben Thema können die semantische Klarheit erheblich schwächen, da KI-Systeme dann nicht eindeutig erkennen können, welche Seite die zentrale Referenz darstellt. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Vermischung unterschiedlicher Themen innerhalb eines einzelnen Spoke-Artikels, was die inhaltliche Tiefe verwässert. Fehlt zusätzlich eine klare definitorische Grundlage, wird es für KI-Systeme schwierig, das Themenfeld eindeutig zu interpretieren. In der Summe führen diese Fehler dazu, dass der thematische Zusammenhang nicht klar genug erkennbar ist und das Hub-and-Spoke-System seine Wirkung verfehlt.
Hub-and-Spoke und interne Verlinkung
Die interne Verlinkung bildet das Rückgrat eines funktionierenden Hub-and-Spoke-Systems. Sie hilft KI-Systemen dabei zu verstehen, welche Seite das zentrale Thema abdeckt, welche Inhalte zusammengehören und welche Artikel einzelne Aspekte vertiefen. Durch eine saubere Verlinkungsstruktur wird der inhaltliche Zusammenhang zwischen Hub und Spokes eindeutig sichtbar.
In der Praxis bedeutet das, dass der Hub-Artikel konsequent auf alle zugehörigen Spoke-Artikel verweist, während jeder Spoke wiederum klar auf den Hub zurückverlinkt. Zusätzlich sollten thematisch nahe Spokes untereinander verknüpft werden, sofern sie sich sinnvoll ergänzen. Auf diese Weise entsteht ein stabiles semantisches Netzwerk, das sowohl für Nutzer als auch für KI-Systeme leicht nachvollziehbar ist und die Themenautorität der gesamten Website stärkt.
FAQ
Wie viele Spokes braucht ein Hub?
Schon fünf bis sieben gut ausgearbeitete Spokes können ausreichen. Entscheidend ist die Qualität, nicht die Anzahl.
Kann es mehrere Hubs auf einer Website geben?
Ja, solange sie thematisch klar getrennt sind. Jeder Hub sollte ein eigenständiges Themenfeld abdecken.
Wie schnell wirkt ein Hub-and-Spoke-System?
Oft zeigen sich erste Effekte bereits nach wenigen Wochen, insbesondere bei steigenden Impressionen und neuen Suchanfragen.
Ist Hub-and-Spoke auch für kleine Websites sinnvoll?
Gerade für kleinere Websites ist das Modell ideal, da es hilft, Expertise gezielt aufzubauen.
Fazit
Ein Hub-and-Spoke-System ist mehr als eine Content-Struktur. Es ist die Grundlage dafür, von KI-Systemen als thematische Autorität erkannt zu werden. Wer GEO ernsthaft betreibt, kommt an diesem Modell nicht vorbei.
Mit einer klaren Planung, sauberer interner Verlinkung und konsistenten Inhalten entsteht ein Wissensnetzwerk, das sowohl für Nutzer als auch für KI-Systeme optimal verständlich ist.
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Über den Autor
Philipp Steubelmüller ist Experte für Generative Engine Optimization (GEO) aus Linz.
Er unterstützt Unternehmen mit einem GEO-Audit und der Erstellung von GEO-Content. Zudem bietet auch er die GEO-Masterclass an, um regionalen Marketingleitern und -teams zu helfen, besser in LLMs sichtbar zu werden.
Mehr über seine Arbeit:

